An der Frage, welche Comic-Hüllen denn nun die besten für die eigene Kollektion sind, ist schon so mancher Sammler verzweifelt. Es gibt nämlich, wie bei so vielen Themen, keine klare Antwort. Letztendlich bestimmen der Wert der Hefte und auch der Ort der Lagerung – Garage, Keller, oder Bücherregal im Dachgeschoss – wie viel Schutz denn nötig ist. Auch die Größe der Hefte und selbstverständlich die Dicke des Geldbeutels spielen hier eine Rolle. Wer jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sich fragt, ob man nicht doch lieber die Briefmarkensammlung vom Großvater hätte übernehmen sollen, sei beruhigt – bei uns ist für jeden Schutzsuchenden was dabei. 



Unsere Comic-Hüllen im Überblick


Die heimische Marke Comic-Concept ist eine der günstigsten Lösungen für das Problem “Comic-Hüllen”. Bei uns gibt es diese in zwei Ausführungen: Current Size Comic Bags messen im Schnitt 6 ⅞’’ x 10 ½’’, also 175mm x 267mm, plus eine 50 mm Lasche für das sichere Verschließen der der Hefte. Damit sind sie passend für alle gängigen aktuelle Hefte, obwohl es bei Sonderausgaben, wie zum Beispiel dem ein oder anderen Annual, auch mal eng werden kann. Wer also etwas mehr Platz braucht kann zu Silver Age Comic-Hüllen greifen, die mit 184mm x 269mm vor allem etwas breiter ausfallen. Die Bags bestehen aus Polypropylen, das als “glasklar” beworben wird und “höchste Transparenz” verspricht – man will ja schließlich auf das Cover und nicht auf irgendeine nebelige Comic-Hülle gucken. PVC kommt bei Comic-Concept nicht gut davon und wird prompt aus der Produktionskette verbannt. Der Stoff, der sich zwar gut als Bodenbelag macht, ist nämlich säurehaltig und schadet damit den wertvollen Lieblingen aus Papier, die es mittels der Comic-Hüllen schließlich zu schützen gilt. Mit diesen Eigenschaften bewerten sich Comic-Concept-Hüllen auch bei kleinerem Preispunkt als “optimal für Langzeitarchivierung”.



Comic-Hüllen: Comic Concept, BCW und Comic Care


In einen ähnlichen Preisrahmen fallen auch die Comic-Hüllen vom amerikanischen Kollegen BCW. Das enigmatische Kürzel steht hierbei für “Baseball Card World” und verrät direkt was über die Ursprünge des geschichtsträchtigen Unternehmens. Seit 1981 verschreibt sich BCW dem Schutz aller Dinge, die dem passionierten Sammler lieb und teuer sein können. Von Bällen diverser Sportarten, über Münzsammlungen, Sammelkarten und selbstverständlich bis hin zu Comics – BCW hat für alle eine sichere Verpackung parat. Hier bei Blackdog Comics bieten wir einen kleinen Einblick in das gewaltige Sortiment: Comic-Hüllen gibt es in den bereits bekannten Varianten Current und Silver, sowie auch im Magazin-Format. Letztere messen stolze 8 ¾’’ x 11 ⅛’’, sprich 222mm x 283mm. Damit sind auch die guten alten Vampirella-Magazine aus den 70ern oder die aktuellen, überformatigen ‘Black Label’-Veröffentlichungen aus dem Hause DC bestens und vor Allem sicher in Hüllen verstaut. Wie bei Comic-Concept bestehen die BCW-Hüllen aus Polypropylen und sind säurefrei, die Dicke der Comic-Hüllen liegt bei 2mil, was 0,05mm entspricht.

Wer es ein My dicker haben möchte und bereit ist dafür etwas mehr zu bezahlen, kann bei den ProBags von Comic Defense System (CDS) zuschlagen. Diese gibt es in den etablierten Varianten Current sowie Silver und messen in der Dicke 2,4mil. Das mag sich erstmal nicht viel anhören, könnte jedoch für so manchen Sammler den entscheidenden Unterschied ausmachen. Wer sich dazu zählt, sollte aber schnell zuschlagen: Die Comic-Hüllen von CDS gehen nämlich nach Berichten von bleeding cool aus dem Sortiment!

Jede Packung, die noch zum Verkauf steht, ist damit Restbestand. Vertriebs-Pate Diamond Comics  strafft damit sein Sortiment und fokussiert sich auf eine andere hauseigene Marke names ComiCare. Diese wird schon länger geführt und deckt eine ganze Bandbreite an Comic-Hüllen ab. Bekannte Größen wie Current, Silver, und Magazin werden hier um das Format mit Altersvorrecht erweitert: Golden Age Hüllen messen 8’’ x 10 ¾”, also 203mm x 273mm und eignen sich damit hervorragend für die Schätze aus den 40er und 50er Jahren. Diese vier Varianten gibt es bei uns dazu noch in doppelter Ausführung: Je nach Material kann man zwischen Polyethylene (PE) und Polypropylene (PP) entscheiden. Welche Art Plastik langlebiger ist, wird auf so manchem Sammler-Forum heiß diskutiert, klare Antwort gibt es nicht. Dem einen wird Gelbfärbung vorgeworfen, dem anderen knittrige Unebenheiten – beides bezieht sich jedoch auf die Comic-Hülle selbst und NICHT auf das zu schützende Heft. PP hat sich in den letzten Jahren zum Industrie-Standard durchsetzen können, was auch mit dem etwas günstigeren Preis zusammenhängen mag. 


Bei ComiCare gibt es die etablierten Comic-Hüllen in der 2mil-Fassung. Wer jedoch die bei 3mil etwas dickere PE-Variante dem PP-Trend vorzieht, wie zum Beispiel der Comic Spectrum Blog , wird hier ebenfalls fündig. Welcher Art von Plastik man sich nun verschreibt, ComiCare betont bei ihren Comic-Hüllen den Gebrauch von “Virgin”-Materialien: Völlig unbeflecktes Plastik, das noch nicht einmal an einer Recyclinganlage vorbeigelaufen ist. In Bälde gibt es dann dazu laut Ankündigung auch noch ein neues Design und das Versprechen von hundertprozentiger Säurefreiheit.




Comic-Hüllen: Gut, besser...Mylar



Wer beim Durchforsten der Internetforen rund ums Thema Plastik jetzt einen besorgten Seitenblick auf seine wertvollen Erstausgaben wirft, dem sei die Schweißperle schnell abgewischt. Leser und Sammler sind sich nämlich einig: Wenn es um die nahezu ungetrübte Beibehaltung eines Zustands geht, greift man zu Mylar. Mylar ist eine ohne Frage beständige, gutaussehende und schützende Alternative zu den genannten Poly-Optionen, was sich verständlicherweise auch auf den Preis auswirkt. Einen schönen Vergleich zwischen Poly und Mylar findet man bei Emu von Bizarro World Comics.

Emu räumt auch ein, dass man am Ende selber entscheiden muss, wie viel Geld man in seine Comic-Hüllen investiert. Manch eine mag das makellose Aussehen einer Nummer Eins bewahren, jemand anders möchte vielleicht das zerfledderte Heft von Opas Dachboden nicht noch weiter in Mitleidenschaft ziehen – für solche Fälle bieten wir Mylites von E. Gerber  in ganzen ZEHN Varianten an. Grundsätzlich wird hier zwischen drei Arten Unterschieden: Mylar+ ist 1.42mil dick, Mylar2 hat wiederum eine Dicke von 2mil und bei Mylar4 handelt es sich um – man ahnt es – 4mil dicke Comic-Hüllen. Auch größentechnisch wird hier genauer vorgegangen: Neben Magazinformat und der aktuellen Current-Größe gibt es die etwas breiteren Standard-Hüllen für Comics aus den 70ern aufwärts. Für die Jahrgänge 1950-70 sind Silver/Gold-Hüllen angedacht, die Größe Gold gilt für die 40er und 50er und wem dann immer noch ¼ Zoll fehlt, dem helfen die Super Gold Comic-Hüllen. Hier findet also jedes Heft ein sicheres Heim.


- Black Dog Team

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